Wir von AVE Bestattungen in München begleiten Angehörige nicht nur bei der Organisation einer würdevollen Bestattung, sondern unterstützen auch bei wichtigen Fragen, die über den Abschied hinausgehen. Eine davon betrifft die digitale Nachlassregelung.
Online-Konten, E-Mails, soziale Netzwerke oder Abos begleiten uns täglich – doch digitaler Nachlass was passiert mit diesen digitalen Spuren nach dem Tod? Für Angehörige ist diese Frage oft mit Unsicherheit verbunden. Wir geben Ihnen einen verständlichen Überblick und hilfreiche Tipps zum Umgang mit dem digitalen Nachlass.
Sie erreichen uns jederzeit unter 089 / 74120307 oder per E-Mail an post@ave-bestattungen.de.
Was versteht man unter digitalem Nachlass?
Der digitale Nachlass umfasst alle Online-Konten und digitalen Inhalte, die eine verstorbene Person zu Lebzeiten genutzt oder hinterlassen hat.
Dazu gehören unter anderem:
- E-Mail-Konten
- Social Media Konten wie Facebook, Instagram, X oder LinkedIn
- Messenger-Dienste
- Online-Banking und Zahlungsdienste
- Cloud Dienste, Fotos und Dokumente
- Streaming- und Abonnementdienste (Abos)
- Online-Shops und Kundenkonten
Diese Konten bestehen auch nach dem Tod weiter, solange sie nicht aktiv geregelt oder gelöscht werden.
Wer darf über Online-Konten entscheiden?
Grundsätzlich gilt in Deutschland nach § 1922 BGB und der aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) und des OLG Oldenburg: Der digitale Nachlass ist Teil des Erbes. Das bedeutet, dass die Erben in die Rechte und Pflichten der verstorbenen Person eintreten – auch im digitalen Bereich.
Erben haben somit das Recht:
- auf Zugang zu Online Accounts
- auf Kündigung oder Löschung von Nutzerkonten
- auf Verwaltung digitaler Inhalte und Vermögenswerte
In der Praxis verlangen viele Anbieter jedoch bestimmte Nachweise, etwa:
- Sterbeurkunde
- Erbnachweis oder Testament
- Vollmachten oder Login Daten
Was passiert mit Social Media Accounts?
Soziale Netzwerke gehen unterschiedlich mit Todesfällen um:
- Profile können gelöscht werden
- Konten können in einen Gedenkzustand versetzt werden
- Inhalte bleiben sichtbar oder werden eingeschränkt
Ohne vorherige Vorsorge müssen Angehörige oft Anträge stellen und entsprechende Nachweise erbringen. Eine klare digitale Nachlassregelung erleichtert diesen Prozess erheblich.
Warum eine digitale Nachlassregelung sinnvoll ist
Ohne geregelten digitalen Nachlass stehen Angehörige häufig vor praktischen und emotionalen Herausforderungen:
- Unklarheit über bestehende Konten und Verträge
- Weiterlaufende Kosten durch Abos
- Zugriff auf wichtige Dokumente fehlt
- Persönliche Inhalte bleiben öffentlich sichtbar
Eine rechtzeitige Regelung entlastet Hinterbliebene und schafft Ordnung in einer ohnehin belastenden Situation.
Wie kann der digitale Nachlass geregelt werden?
Sinnvolle Gestaltungsmöglichkeiten sind unter anderem:
- Übersicht aller Online-Konten erstellen
- Zugangsdaten sicher hinterlegen, z.B. in einem Passwort Manager
- Vertrauensperson benennen
- Regelung im Testament oder in einer Vollmacht festhalten
- Wünsche zur Löschung oder Archivierung festlegen
Wichtig ist, dass diese Informationen aktuell gehalten und auffindbar sind.
Rolle der Angehörigen nach dem Ableben
Nach dem Tod kümmern sich Angehörige häufig um:
- Benachrichtigung der Plattformen und Online Dienste
- Kündigung von Abos und Verträgen
- Sicherung oder Löschung persönlicher Inhalte
- Verwaltung digitaler Erinnerungen und Guthaben
Dieser Prozess kann zeitaufwendig sein – vor allem ohne vorbereitete Unterlagen.
Unsere Unterstützung für Sie
Wir von AVE Bestattungen wissen, dass der Tod eines Menschen viele organisatorische Fragen mit sich bringt – auch im digitalen Bereich. Gerne geben wir Ihnen Orientierung, welche Schritte sinnvoll sind und worauf Sie achten sollten.
Als verlässlicher Ansprechpartner stehen wir Ihnen bei allen Fragen rund um den Todesfall unterstützend zur Seite – ruhig, respektvoll und mit dem Blick für das Wesentliche.
Kontaktieren Sie uns unter 089 / 74120307 oder per E-Mail an post@ave-bestattungen.de.
Wir sind jederzeit für Sie da.
Häufige Fragen zum digitalen Nachlass
Was versteht man unter digitaler Nachlassregelung?
Die digitale Nachlassregelung bezeichnet die Vorsorge und Organisation, wer nach dem Tod Zugriff auf die Online-Konten und digitalen Inhalte einer verstorbenen Person erhält und wie mit diesen umgegangen wird.
Welche Online-Konten gehören zum digitalen Nachlass?
Zum digitalen Nachlass zählen unter anderem E-Mail-Konten, Social Media Profile wie Facebook oder Instagram, Messenger-Dienste, Cloud Speicher, Streaming-Abos, Online-Banking und weitere digitale Verträge oder Kundenkonten.
Warum ist eine digitale Nachlassregelung wichtig?
Ohne eine klare Regelung können Angehörige vor Herausforderungen stehen, wie dem Zugriff auf wichtige Dokumente, der Kündigung von kostenpflichtigen Abos oder der Wahrung der Privatsphäre des Verstorbenen. Eine frühzeitige Vorsorge entlastet die Hinterbliebenen und sorgt für Klarheit.
Wer darf nach dem Tod über meine Online-Konten entscheiden?
In Deutschland gehen die Rechte und Pflichten der verstorbenen Person nach § 1922 BGB auf die Erben über. Diese haben somit das Recht, auf Online Accounts zuzugreifen, sie zu verwalten, zu kündigen oder löschen zu lassen, sofern entsprechende Nachweise erbracht werden.
Wie kann ich meinen digitalen Nachlass am besten regeln?
Es empfiehlt sich, eine Übersicht aller Online-Konten zu erstellen, Zugangsdaten sicher zu hinterlegen und eine Vertrauensperson zu benennen. Zudem sollten klare Anweisungen zur Verwaltung oder Löschung der Konten in einer Vollmacht oder im Testament festgehalten werden.










