Was tun im Todesfall? Checkliste für Angehörige in München

Ein Todesfall stellt das Leben von einer Minute auf die nächste auf den Kopf. In dieser Ausnahmesituation ist es schwer, klar zu denken – und gleichzeitig müssen wichtige Aufgaben und Formalitäten zeitnah organisiert werden. Wir von AVE helfen Ihnen in München Schritt für Schritt, damit Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können: Abschied nehmen.

Damit Sie einen Überblick behalten, finden Sie hier eine praktische Checkliste – nach Situationen und Zeitfenstern sortiert.

Sofort klären: Wo ist die verstorbene Person?

A) Zuhause (Wohnung/Haus)

  • Arzt kontaktieren (Hausarzt / ärztlicher Bereitschaftsdienst), damit die ärztliche Feststellung des Todes erfolgt und die notwendige Todesbescheinigung sowie der Totenschein ausgestellt werden.

  • Wenn unklar ist, ob ein Notfall vorliegt: 112 rufen.

  • Ruhig bleiben und wenn möglich Angehörige oder eine Vertrauensperson hinzuziehen.

B) Krankenhaus / Pflegeheim / Hospiz

  • Die Einrichtung organisiert die ärztliche Feststellung des Todes und informiert Sie über die nächsten Schritte.

  • Fragen Sie nach:

    • Welche Unterlagen (z.B. Totenschein, Todesbescheinigung) Sie erhalten

    • Bis wann die verstorbene Person dort verbleiben kann

    • Wie die Überführung und Beerdigung organisiert werden

C) Öffentlicher Ort / Unfallgeschehen

  • Sofort 112 rufen.

  • Polizei und Rettungsdienst sind häufig involviert. Danach werden die weiteren Schritte erklärt.

Die wichtigsten Entscheidungen in den ersten Stunden

Informieren Sie nur die Menschen, die wirklich nötig sind – lieber nacheinander statt alle auf einmal. Sammeln Sie wichtige Dokumente (Liste siehe unten). Prüfen Sie die Wünsche der verstorbenen Person, ob es eine Bestattungsvorsorge, eine Sterbegeldversicherung oder schriftliche Wünsche zur Bestattungsart oder Trauerfeier gibt. Kontaktieren Sie ein Bestattungsunternehmen, wenn Sie möchten, direkt uns: Wir übernehmen ab da alle organisatorischen Aufgaben rund um die Beerdigung. Organisieren Sie erste Entlastung, etwa für Kinderbetreuung, Haustiere oder Unterstützung im Haushalt. Bestimmen Sie eine Person als zentrale Kontaktperson für Telefonate.

Dokumente-Checkliste (am besten in eine Mappe)

Falls vorhanden:

  • Personalausweis oder Reisepass der verstorbenen Person

  • Geburtsurkunde

  • Heiratsurkunde / Lebenspartnerschaftsurkunde (oder Scheidungsurteil)

  • Sterbeurkunde (wird später ausgestellt – aber Platz in der Mappe lassen)

  • Krankenkassenkarte

  • Rentenversicherungsnummer / Rentenbescheid (z.B. für Riester-Rente oder Rürup-Rente)

  • Versicherungsunterlagen (Lebensversicherung, Sterbegeldversicherung, Hausrat etc.)

  • Testament / Erbvertrag (wenn vorhanden)

  • Vorsorgeunterlagen (Bestattungsvorsorge, Grabwunsch, Musikwünsche, Traueranzeigen)

  • Kontaktdaten wichtiger Personen (Arbeitgeber, Vermieter, Hausarzt)

Fehlende Dokumente sind kein Grund zur Sorge. Wir helfen Ihnen, die notwendigen Unterlagen zu beschaffen und alle Angelegenheiten zu klären.

Bestattung in München: Erste Entscheidungen, die wir mit Ihnen klären

In München kommen häufig folgende Fragen schnell auf – wir führen Sie ruhig und verständlich durch die einzelnen Schritte:

Bestattungsart

  • Erdbestattung

  • Feuerbestattung

  • Naturbestattung (je nach Wunsch und Möglichkeiten)

Ort des Abschieds

  • Abschied am Sarg oder an der Urne

  • Trauerfeier in einer Aussegnungshalle, Kirche oder einem passenden Raum

  • Stiller Abschied im engsten Kreis

Friedhof & Grabart

München bietet verschiedene Friedhöfe und Grabarten (Wahlgrab, Reihengrab, Urnengrab etc.). Wir unterstützen Sie dabei, eine Lösung zu finden, die zu Ihren Wünschen, Ihrem Budget und Ihrer Familiensituation passt – ohne Druck.

Checkliste: Was in den nächsten 24–72 Stunden ansteht

Organisatorisch

  • Bestattungsunternehmen beauftragen oder unverbindlich beraten lassen

  • Termin- und Ablaufplanung: Abholung, Abschied, Trauerfeier, Beisetzung

  • Kleidung der verstorbenen Person auswählen (wenn gewünscht)

  • Blumenschmuck, Musik und Trauerdruck abstimmen

Behörden & Formalitäten

  • Klärung, welche Angaben für die Unterlagen beim Standesamt benötigt werden

  • Sterbeurkunde beantragen (denken Sie an mehrere Exemplare für Krankenkasse, Rentenversicherung, Versicherer)

Kommunikation

  • Engste Familie informieren

  • Optional: Traueranzeige oder Trauerkarte vorbereiten

  • Arbeitgeber und weitere wichtige Kontakte informieren

 

Tipp: Legen Sie sich eine Liste an mit „Wer muss informiert werden?“ und haken Sie in Ruhe ab. In der Trauer vergisst man sonst schnell etwas – das ist normal.

Checkliste: Was in den ersten 1–2 Wochen wichtig wird

Je nach Situation kommen folgende Aufgaben hinzu:

  • Krankenkasse und Rentenstellen informieren (Witwen-/Witwerrente, Waisenrente – falls relevant)

  • Versicherungen informieren und Ansprüche prüfen

  • Banken und Verträge prüfen: Konten, Abos, Telefon, Internet, Streaming, Mitgliedschaften

  • Wohnung verwalten: Vermieter kontaktieren, Postnachsendung organisieren, Schlüssel regeln

  • Nachlass klären: Testament auffinden, ggf. Fachberatung beim Nachlassgericht einholen

Gern erstellen wir Ihnen eine individuelle „Abmeldeliste“, abgestimmt auf Ihre Situation, damit Sie nichts übersehen.

Wenn Sie gerade nicht wissen, was Sie entscheiden sollen

Das ist eine häufige Situation in dieser Ausnahmesituation: „Ich kann gerade keine Entscheidungen treffen.“

Das ist völlig in Ordnung. In den ersten Stunden reichen oft diese kleinen Schritte:

  • Eine Vertrauensperson kontaktieren

  • Dokumente grob sammeln

  • Uns kontaktieren – wir erklären Ihnen in einfachen Worten, was als Nächstes zu tun ist und was warten kann

Viele Entscheidungen sind nicht „sofort oder nie“. Man kann vieles Schritt für Schritt klären – ohne dass etwas „falsch“ läuft.

Wir helfen Ihnen in München – so, wie Sie es gerade brauchen

Wenn Sie uns anrufen, können Sie sich darauf verlassen:

  • Wir erklären Ihnen die nächsten Schritte ruhig und verständlich.

  • Wir nehmen Ihnen Organisation und Formalitäten so weit wie möglich ab.

  • Wir respektieren die Wünsche der verstorbenen Person und Ihrer Familie.

  • Wir sind in München verwurzelt und kennen die Abläufe vor Ort.

Wenn Sie möchten, schreiben Sie uns einfach per E-Mail oder rufen Sie an:

  • Wo sich die verstorbene Person gerade befindet (Zuhause, Klinik, Pflegeheim)

  • Ob es bereits eine Vorsorge oder besondere Wünsche gibt

Dann geben wir Ihnen sofort eine klare, einfache Reihenfolge, was als Nächstes sinnvoll ist.

Häufige Fragen zur Checkliste für Angehörige im Trauerfall

Was muss ich sofort tun, wenn ein Todesfall eintritt?

Zunächst sollten Sie einen Arzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst kontaktieren, damit der Tod offiziell festgestellt und ein Totenschein ausgestellt wird. Bei einem Todesfall zu Hause ist dies besonders wichtig. Falls der Tod an einem öffentlichen Ort oder durch einen Unfall eingetreten ist, rufen Sie umgehend den Notruf 112.

Wer muss über den Todesfall informiert werden?

Informieren Sie zunächst die engsten Angehörigen und Freunde des Verstorbenen. Auch der Arbeitgeber des Verstorbenen sollte schnellstmöglich benachrichtigt werden, wenn die Person berufstätig war. Darüber hinaus sind Versicherungen, Rentenstellen und Banken zu informieren.

Welche Dokumente werden nach einem Todesfall benötigt?

Wichtig sind unter anderem der Totenschein, die Sterbeurkunde, Personalausweis, Geburts- und Heiratsurkunde sowie Versicherungsunterlagen und gegebenenfalls ein Testament oder Erbvertrag. Diese Dokumente sind für die Organisation der Bestattung und die Erledigung der Formalitäten unerlässlich.

Wie läuft die Organisation der Bestattung ab?

Nach dem Todesfall beauftragen die Angehörigen ein Bestattungsunternehmen, das bei der Planung und Durchführung der Bestattung unterstützt. Dabei werden Bestattungsart, Ort der Trauerfeier und Grabart besprochen. Die Bestattung muss in der Regel innerhalb von vier bis zehn Tagen nach dem Tod erfolgen, je nach Bundesland.

Was sollte ich bezüglich Erbschaft und Nachlass beachten?

Das Testament sollte unverzüglich beim Nachlassgericht eingereicht werden, wenn es gefunden wird. Erben müssen entscheiden, ob sie die Erbschaft annehmen oder ausschlagen wollen. Ein Erbschein ist oft notwendig, um auf Konten oder Immobilien zugreifen zu können. Verträge und Abonnements des Verstorbenen sollten geprüft und gekündigt oder übertragen werden.

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