Der Alte Südfriedhof zwischen Sendlinger Tor und Isar ist Münchens ältester erhaltener Friedhof, und zugleich der einzige auf dieser Übersicht, auf dem nicht mehr bestattet wird. Wer hier ankommt, sucht meist eines von zwei Dingen: die Geschichte dieses besonderen Orts oder eine Antwort auf die Frage, was das für ein bestehendes Familiengrab bedeutet. Beides steht auf dieser Seite.
Der Alte Südfriedhof in Zahlen
- Lage: Thalkirchner Straße, zwischen Sendlinger Tor und Isar
- Angelegt 1563 als Pestfriedhof, ältester erhaltener Friedhof Münchens
- Keine Bestattungen mehr, denkmalgeschützte Parkanlage
- Verwaltung: Städtische Friedhöfe München (Nebenfriedhof des Friedhofs am Perlacher Forst)
- Ruhestätten von Spitzweg, Klenze, Fraunhofer, Liebig, Pettenkofer und vielen anderen
Warum am Alten Südfriedhof nicht mehr bestattet wird
Der Friedhof war über Jahrhunderte Münchens zentraler Begräbnisplatz, im 19. Jahrhundert zeitweise der einzige der Stadt. Mit den großen Neuanlagen von Hans Grässel um 1900 verlor er seine Funktion, die letzten regulären Bestattungen liegen Jahrzehnte zurück, seit der Nachkriegszeit ruht der Betrieb vollständig. Heute steht die Anlage unter Denkmalschutz und wird als stiller Park gepflegt.
Für Familien mit historischen Grabstätten heißt das: Neue Beisetzungen sind dort nicht möglich, auch nicht in bestehende Familiengräber. Die Grabmäler bleiben als Denkmäler erhalten. Wenn Ihre Familie eine Verbindung zu einem Grab am Alten Südfriedhof hat und Fragen zu Pflege oder Patenschaften bestehen, ist die Verwaltung des Friedhofs am Perlacher Forst zuständig, zu dem der Alte Südfriedhof als Nebenfriedhof gehört.
Ein Spaziergang durch Münchens Geschichte
Kaum ein Ort versammelt so viel Stadtgeschichte auf so wenig Fläche: Hier ruhen der Maler Carl Spitzweg, die Architekten Leo von Klenze und Friedrich von Gärtner, der Optiker Joseph von Fraunhofer, der Chemiker Justus von Liebig und der Hygieniker Max von Pettenkofer. Die verwitterten Grabmäler unter altem Baumbestand machen den Reiz des Orts aus; eine ausführliche Würdigung steht in unserem Ratgeber zu den Münchner Friedhofs-Spaziergängen.
Der Park ist frei zugänglich, üblich sind die Friedhofsregeln: Rücksicht, keine Hunde, kein Radfahren. Für das private Fotoalbum darf fotografiert werden.
Wir sind für Sie da
Schnelle Hilfe im akuten Sterbefall und eine ruhige, ehrliche Beratung zu allen Fragen.
Alternativen: Bestatten in der Nähe des Alten Südfriedhofs
Wer sich einen Abschied in der Innenstadt oder im Münchner Süden wünscht, hat gute Alternativen: den Ostfriedhof in Giesing mit der Grässel-Halle, den Friedhof am Perlacher Forst mit seiner barrierefreien Anlage oder den Waldfriedhof mit seinen Gräbern im Baumbestand. Zu allen dreien haben wir eigene Seiten mit Hallen, Gebühren und Beisetzungszeiten; den Einstieg gibt der Überblick Friedhöfe in München.
Erreichbar sind wir unter 089 / 741 203 07 oder über unser Kontaktformular.
Häufige Fragen
Wird auf dem Alten Südfriedhof noch bestattet?
Nein, seit Jahrzehnten nicht mehr, auch nicht in bestehende Familiengräber. Die denkmalgeschützte Anlage wird als Park gepflegt.
Wer verwaltet den Alten Südfriedhof?
Die Städtischen Friedhöfe München; organisatorisch ist er dem Friedhof am Perlacher Forst als Nebenfriedhof zugeordnet. Fragen zu historischen Grabstätten beantwortet dessen Verwaltung.
Welche berühmten Gräber gibt es am Alten Südfriedhof?
Unter anderem Carl Spitzweg, Leo von Klenze, Friedrich von Gärtner, Joseph von Fraunhofer, Justus von Liebig und Max von Pettenkofer. Die Grabmäler sind frei zugänglich.
Ist der Alte Südfriedhof frei zugänglich?
Ja, als denkmalgeschützte Parkanlage täglich geöffnet; es gelten die üblichen Friedhofsregeln. Maßgeblich sind die Aushänge an den Eingängen.
Erstellt von Felix Kolthoff, Geschäftsführer von AVE Bestattungen München. Zuletzt aktualisiert: Juli 2026. Quellen: Städtische Friedhöfe München, eigene Ortskenntnis.
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